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.Er für sich allein hätte sich selbst von der englischen Staatsschuld nicht bedrücken lassen, wenn ihm jemand so viel Kredit gewährt haben würde, allein nun litt er für J.P.Dieser hatte ein Weib nebst sechs Kindern und der schreckliche Gedanke, daß der arme Mann durch sein freundschaftliches Vertrauen zu Grunde gerichtet werden sollte, betrübte Esden aufrichtig.Allein wenn das Geld nicht zu erlangen war, so war es eben nicht zu erlangen, und man mußte seine Hoffnung auf einen Zufall setzen.Sein letzter vergeblicher Versuch hatte ihn in die Nähe eines Bahnhofes in der City gebracht, und da die Zeit, zu der er hatte in Wootton Hill eintreffen wollen, längst verstrichen war, so sandte er einen Dienstmann zu seiner Aufwärterin mit einem Zettel, in dem er sie anwies, soviel von seinen Sachen einzupacken, als für vier Wochen nötig sei.Während der Dienstmann fort war, aß Wyncott in der Restauration zu Mittag, nahm dann sein Gepäck in Empfang und fuhr mit dem nächsten Zug ab.Anfangs war er zu ärgerlich und aufgeregt, um auch nur die Abendblätter lesen zu können, die er sich mitgenommen hatte, allein da er eine sehr elastische Natur besaß, war er schon wieder ganz er selbst, als der Zug auf dem Bahnhof von Wootton Hill hielt.Er war dort bekannt und der Stationsvorstand begrüßte ihn mit größter Ehrerbietung.Esdens Tante war die Standesperson der Gegend und ihre Gaste wurden natürlich dadurch auch Leute von Bedeutung.Es war für einen Mann, der nicht einmal hundertundfünfzig Pfund auftreiben konnte, wenigstens eine kleine Genugthuung, als vornehmer Herr auftreten zu können, und dieser Umstand hob ihn in seinen eigenen Augen wieder einigermaßen.»Bedaure unendlich, Herr Wyncott,« sagte der Stationsvorstand, »aber wir können Ihnen Ihr Gepäck nicht vor einer Stunde hinaufschicken.«»Das thut nichts,« sagte Esden, »aber sorgen Sie, daß ich es heute nacht noch erhalte.«Damit schritt Esden davon, als wäre er der geborene Herr und Erbe dieses Grund und Bodens.Der arme J.P.und seine Angelegenheiten waren ihm völlig entschwunden.Hill House war ein Wohnhaus von beträchtlicher Größe mit wenig oder gar keinem Anspruch auf architektonische Schönheit.Es erhob sich über das umliegende Land und war auf etwa zwei Meilen hin nach jeder Richtung sichtbar.Trotzdem es Wind und Wetter völlig preisgegeben war, machte es doch einen heimeligen, heitern Eindruck.Die Landstraße führte über den Hügel und das Thor war nicht mehr als vierzig Meter vom Hause entfernt; der Zwischenraum wurde von einem mit schönen Bäumen und außergewöhnlich großen Rhododendronbüschen bepflanzten Rasen ausgefüllt.Im Erdgeschoß des Gebäudes befand sich eine offene Halle, durch die das Haus von vorne bis hinten in zwei Teile geteilt wurde.Die beiden obern Stockwerke wurden in derselben Weise durch einen Flur geteilt und eine breite Wendeltreppe führte an beiden Enden des Gebäudes in die oberen Regionen.Während Esden bequem den Hügel hinaufschlenderte, sah er vor sich einen Mann, der eine Handkarre schob.Er ging neben der Karre her und las die Aufschrift der Pakete.»Sie gehen nach Hill House?« fragte er freundlich und der Mann antwortete bejahend.»Dann bringen Sie mir nur mein Gepäck auch so bald als möglich vom Bahnhof herauf.– Sie haben da eine schwere Last, wie es scheint?«»Ja wohl,« erwiderte der Mann, »es ist ein photographischer Apparat.Die Dame war wenigstens sechsmal drunten, um danach zu fragen.«»Na, das ist ja genug, um ein photographisches Atelier einzurichten! Vergessen Sie nur mein Gepäck nicht!«Damit schritt er weiter und langte geraume Zeit vor dem Packträger im Hause an.Als er eintrat, bewegte sich eine Gruppe lieblich aneinandergeschmiegter, in weißen Flanell gekleideter junger Mädchen über die Wiese und plapperte wie eine Schar Sperlinge.Hinter ihnen drein schritt ein älterer Herr in Schwarz, der eine altere Dame in Grau am Arm führte.Wyncott beschleunigte seine Schritte und trat zu dem alten Paar.»Nun, Tante,« sagte er munter, »da wäre ich, und ich bin froh, daß ich hier bin.«»Mein lieber Wyncott,« erwiderte die alte Dame, »wir freuen uns, dich hier zu sehen.«Beim Klang der Stimme des neuen Ankömmlings wandten sich die Mädchen um und eines davon ging ihm mit offenem, knabenhaftem Lächeln und ausgestreckter Hand entgegen.»Sie erinnern sich meiner noch, Herr Esden?«Sie sprach mit leicht schottischer Betonung und ihr Antlitz zeigte die echt schottische blendend weiße Gesichtsfarbe.Man konnte sie kaum eine Schönheit nennen, aber in ihren Zügen fand man schon auf den ersten Blick etwas Reizendes und Verbindliches.Sie hatte offene, ehrliche, graue Augen und eine Fülle goldbraunen Haares, das in diesem Augenblick in malerischer Unordnung ihr Haupt umfloß, und das sie mit einer leichten Bewegung zurückwarf.Mit dieser Bewegung, dem offenen freundlichen Blick, der aufrechten Haltung und der beinahe männlichen Art, in der sie Esden die Hand reichte, hatte sie ebenso viel von einem Jungen in Mädchenkleidern, als von einer jungen Dame an sich, abgesehen natürlich von den wirklich zarten und anmutigen Linien ihrer höchst weiblichen Gestalt.Scherzend erklärte Esden ihre Frage für eine Beleidigung sowohl seines Verstandes als auch seines Herzens [ Pobierz całość w formacie PDF ]

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